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Wieso geht’s nicht locker vom Hocker?

Manchmal ärgere ich mich über mich. Zum Beispiel, wenn ich mir etwas vorgenommen hab und plötzlich sind vier Wochen um, und nichts ist passiert.
Ich frage mich, wie das sein kann? Wenn ich meine Chefin wäre, ich würde ausrasten!
Da wird geschoben was das Zeug hält, und wenn man nachfasst und Termine setzt, explodieren die Projekte (siehe hier). Auf einmal müssen noch zig Sachen vorher auf die Reihe gefädelt werden, ehe es endlich losgehen kann.
Na gut, wenns sein muss. Immerhin gibt es einen klaren Plan. Los geht’s.
Nun kommt endlich Fahrt auf und … lässt nach. Irgendwas hält mich zurück!

Ein doofes „Ach neee, das geht nicht. Das kann ich nicht. Ich merke mir das einfach nicht, das geht an mich nicht ran. Ich bin zu blöd! Lass mich in Ruhe.“ Wie dumpfer Druck auf den Ohren, als wäre die Luft aus Gelee.

Au weia – das kommt mir bekannt vor!
So wuschig werde ich, wenn ich etwas absolut NICHT haben will. Wenn etwas schleunigst verschwinden soll, das aber stattdessen immer aufdringlicher Gehör verlangt. Oh nein!!!
Doch ich hab keine Wahl – ich muss den Quälgeist angucken und rauskriegen, was er will.

Du schon wieder?

Ein alter Bekannter – das darf ja nicht wahr sein! Der Bammel! Ich dachte, wir waren uns längst einig.
„Du gehst mir auf den Zeiger! Ich will hier mal weiterkommen. Was willst du von mir?“ frag ich ihn.
Schmollend brummelt er sich etwas in den Bart. Ich versuche, zu verstehen.

Was er sagte, war durchaus vernünftig!

  • „Wenn Du das ins Internet stellst, wird Kritik kommen. Auch Spott!“
    Ja, kann sein. Bei letzten Mal war das aber überhaupt nicht der Fall! Es gab nur super Feedbacks. Also gleicht es sich aus, wenn so kommen sollte.
  • „Du hast die E-Mail -Software nicht verstanden!“
    Das stimmt. Noch. Teilweise. Hat mich zwei Stunden probieren gekostet, es halb zu verstehen. Es wird klarer, wie das Ding tickt.
  • „Die geplante Zeit kann nicht reichen. Denk an deine Kunden!“
    Herrje- Zeit! – schon wieder?
    Gut. Weitermachen , fertig werden. Ohne Termin. Hauptsache, abschließen. Noch was?
    „Nein, erstmal nicht. Probier es halt, wirst schon sehen.“ Sagt er und lächelt mich von der Seite an.

Danke, Bammel!

Als ich auf meine Unterlagen blickte, kam mir das nicht mehr undurchdringlich vor. Ich konnte mir vorstellen, dass ich die Schritte hinkriege.
Wenn nicht, lerne ich es eben.

🙂

*****

Kommt Ihnen das innere Gespräch mit einer Überzeugung „spuky“ vor? Kann ich verstehen.
Jedoch, mir hilft es (und anderen auch) , und was hilft, ist willkommen.

Ich bin sicher, dass dies noch nicht das letzte Gespräch mit meiner Angst war.
Macht nichts. Sie hat gute Hinweise, ich weiß jetzt, worauf ich achten soll. DANKE BAMMEL!

Fazit:
Hemmungen können gute Botschaften enthalten!
Nachfragen statt wegmachen!

🙂

Außerdem:
Danke Claudia – Deine Initiative „Goodbye 2016″ bringt mich gut in Schwung.

Danke Merve von Herzrocker, dass du nicht nachgelassen hast, bis ich mich dem Bammel gestellt hatte. Ich hatte gar keine Lust drauf. 😉