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Sowas will ich auch anbieten!

Man sieht das auf vielen Websites: Kostenlose Angebote für Kunden, die richtig weiterhelfen. Kunden finden Ihre Lösung, Anbieter kommen mit Interessenten ins Gespräch, allen ist geholfen. Super Sache!

Das will ich auch anbieten! Etwas, das schon ganz früh bei Konflikten dabei hilft, Eskalationen zu vermeiden. Eine erste Aktion ist vorbei, nun soll etwas neues her.

„Du hast doch einiges an Unterlagen für Kunden schon erstellt– mach doch daraus ein Gratis-Angebot! Das hilft den Lesern, und du bist in zwei Tagen fertig.“ So dachte ich mir.

Weil es aber schon fast fertig ist, und viele andere wichtige Sachen vorher zu erledigen waren, hab ich es immer wieder geschoben. Bis Claudia Kauscheder aufrief, lose Enden zum Jahresende aufzunehmen und abzuschließen. Da entschied ich: Jetzt aber! Los! Freitag ist es im Kasten!

Und begann, Teilschritte zu definieren, damit ich was zum Abhaken hab. Weil ich mich dann freue, dass ich was geschafft hab. Yeah!

Ach du grünes Herein!

Hui. Oh. So viele Schritte? Ich dachte, ich bin so gut wie fertig ????

Und auch noch Sachen, die ich gar nicht weiß! –
Wie war das mit dieser Newslettersoftware?  Was muss ich da erstellen? – Gabs da nicht rechtliche Besonderheiten? Hilfe!
Und die grafische Gestaltung – da muss ich was anpassen – wie mache ich das am besten? In Office oder mit canva? Das dauert wieder! –
Eine neue E-Mail Adresse muss her! Wie geht das? Wo sind die Passwörter? Die Liste ist furchtbar alt!
– Bekanntmachen muss ich das natürlich auch – wie war das mit Google Ads- ein Gutschein gilt noch? Und facebook-Werbung, was darf man da nie nie nie machen? –
Wie bitte, noch schnell einen Artikel in meinem Blog? Was sollen die Leser mit meinen Schwierigkeiten???

Puh.

Das wird nichts bis morgen. So nebenbei.

Und nun?

Wie kann es denn was werden? Dazu hab ich meinen inneren Planer befragt. Der weiß schon viel, bloß höre ich nicht immer auf ihn. 😉 Er meint:

  • Aufgaben entzerren in kleinere Häppchen. (Passwortliste. E-Mail anlegen. Mit outlook verbinden z.B.)
  • Übersicht über Teilaufgaben schaffen. Hab ich.
  • Welche Anforderungen = Rollen gibt es? (Vertrieb, IT-Verantwortliche, Designerin, Controllerin, Einkauf, Texterin ) und in welchem Modus brauch ich sie (Machmodus, Erfinden-Modus, Lern-Modus? ) . Gut. Klar. Kreativ sein geht bei mir nicht nach dem Mittagessen. Machen schon.
  • In die nächsten Tage zeitlich einfügen. Aktuelle Kunden gehen immer vor, das immer schön im Auge behalten. Gut.
  • Wecker stellen beim Schreiben und Designen! Sonst tauchst du nicht rechtzeitig auf, kennst dich doch! Okay.
  • Gib eben Teil-Ergebnisse raus.

Das heißt:

Ich werde fertig. Aber nicht bis Freitag. Auch nicht bis Montag.
Wie immer haben aktuelle Kunden Vorrang. Dann mache ich Schritt für Schritt weiter, so schnell ich kann. Nicht schneller.

Und ich werde Zwischenlösungen veröffentlichen, mit richtigem Inhalt, und ohne besonders Design. Eine Präsentation, und Handzettel dazu. Hauptsache, es wirkt.

Der Rest wird sich finden. Das weiß ich jetzt noch nicht.

Erkenntnisperle:

Erst Erfahrung sammeln, dann Zeit einschätzen!